Tipp des Tages

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Rechtstipp: Reiserecht - Fällt der erste Tag faktisch weg, so muss er entschädigt werden

Hat eine Frau eine Pauschalreise nach Antalya für sich und ihren Freund gebucht, und wird der Hinflug von 07.40 Uhr in der Früh auf 16.30 Uhr nachmittags gelegt (mit Ankunft 20.45 Uhr am Abend), so kann die Frau für diese Verlegung eine nachträgliche Reisepreisminderung durchsetzen. Die vom Veranstalter gezahlten rund 56 Euro (für 5 Stunden Verspätung 50 % des Tagesreisepreises) reichten nicht als Entschädigung aus. Die Verschiebung des Fluges stellte einen Reisemangel und nicht nur eine bloße Unannehmlichkeit dar. Der Urlauberin steht ein vollständiger Tagesreisepreis als Entschädigung zu. Bei Pauschalreisen sei die Lage der Flugzeiten ein wertbildender Bestandteil der Reiseleistung. Die Flugzeitenänderung darf nicht anhand einer starren Stundenberechnung bewertet werden. Der erste Aufenthaltstag am Urlaubsort ist de facto ausgefallen. (AmG München, 191 C 7747/26) - vom 18.07.2026

Steuertipp: Papierbelegpflicht soll 2028 abgeschafft werden

Die Pflicht von Unternehmen zur Ausgabe von Papierbelegen an die Kunden soll ab 2028 abgeschafft werden. Zur Entlastung der Umwelt und zur Förderung des Verbraucherschutzes sowie zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung soll statt der papierhaften Belegausgabepflicht eine elektronische Belegbereitstellungspflicht eingeführt werden, sieht der von der Bundesregierung eingebrachte Entwurf eines Gesetzes zur Fortentwicklung von Kassenaufzeichnungen und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung sowie zur weiteren Digitalisierung handels- und steuerrechtlicher Aufzeichnungen (21/8867) vor. Ab einem Gesamtumsatz von 100.000 Euro sollen Unternehmen vom Jahr 2028 an eine elektronische Kasse mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung vorhalten müssen. (Bundestag, hib-Meldung 878/2026 vom 03.11.2026)